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Das Sakrale im Profanen

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Hrsg.
Sakralität und Moderne


Die Beziehung von Kunst und Religion ist in der Moderne immer schwieriger, um nicht zu sagen hochproblematisch geworden. Dabei waren sie ursprünglich fast Geschwister. Bereits die frühesten Zeugnisse der Kunst verweisen auf religiöse Praxis; der Zusammenhang von Sakralität und Ästhetik ist lange ein Kultur-merkmal des Christentums geblieben.
Das gemeinsame Band ist zertrennt - aber wer hat es durchschnitten, die Kunst oder die Religion? Seit dem 19. Jahrhundert wollten die Künstler frei sein, keiner Instanz, keiner Autorität, keinem Ideal verpflichtet - außer der eigenen Autonomie. Dieser Weg hat die Kunst von der Gesellschaft entfernt und isoliert. Das Christentum zog sich zurück auf persönliche Innerlichkeit, auf Traditionspflege, auf das Soziale; es arrangierte sich mit der herrsch- enden Wissenschaft, um nicht als weltfremd zu erscheinen. Ist das der Weg einer Offen-barungsreligion, die zum Heiligen hinführen, die Menschen und die Natur erlösen soll?
Während die Theologie noch um die Richtung streitet, zeigen moderne Künstler wie Jackson Pollock, Barnett Newman und Joseph Beuys, wie brüchig die Konventionen von Kunst und Religion geworden sind. Sie suchen inmitten des scheinbar Profanen das verborgene Sakrale. Diesen historischen Prozeß bewußt zu machen, mögliche Korrespondenzen zwischen Sakralität und Moderne zu klären, ist Anliegen des Buches.


 

SAKRALITÄT UND MODERNE, mit Beiträgen von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Peter Hawel, Elizabeth Langhorne, Hubert Krins, Horst Dieter Rauh, Ralf van Bühren; 1. Auflage Dorfen (bei München) 2010, 352 Seiten, 51 Abbildungen (16 in Farbe), Halbleinen, gebunden, Schutzumschlag, Leseband; ISBN 978-3-9810376-5-4, 39,- EUR, portofreie Lieferung.